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Auswahlverfahren in der Gruppe bei Siemens

Für ein duales Studium Maschinenbau

Da bleiben einem nur die positiven Erfahrungswerte, die einem keiner mehr nehmen kann! Über ein Assessment Center bei Siemens: Gruppenaufgaben, Gruppendiskussion, Kurzvortrag, Fragerunde und Einzelgespräch.

Diesem Test vorausgegangen war ein technischer Einstellungstest, den alle hier anwesenden Bewerber zunächst bestanden hatten. Angekommen, sollten alle Kandidaten in der Dreiecksformation (wie unten) Platz nehmen. Das Jackett durften wir freundlicherweise schon vorher und auf Anweisung ausziehen. Auffällig war bereits hier, dass einige Bewerber mit gewöhnlicher Jeans und sehr legerem Schuhwerk eintrafen. Teilweise auch mit gewagten Hemdausführungen wie Karomuster und das ganze noch etwas verfärbt. Die 6 Beobachter waren geschulte Fachbereichsleiter aus den Bereichen Personalmanagement und Building Technologies für den diese Stellen ausgeschrieben waren. Der Hauptmoderator ist Personalleiter für Siemens Deutschland.



Zur Sitzplatzverteilung beim Auswahlverfahren:

Gelb: Bewerbungskandidaten
Braun: Assessoren/Beobachter
Rot: Moderator

Der blaue Punkt markiert die Stelle, an der die Selbstvorstellungen zu halten waren (Blickrichtung Pfeil)


Als erstes gab es eine Vorstellung der 7 Assessoren (Aufgabe im Unternehmen, Herkunft Unternehmensbereich etc.). Einer der Beobachter fungierte zusätzlich als eine Art Moderator, da er die Aufgaben und Dinge angesprochen hat, die immer als nächstes folgten. Im Allgemeinen haben sich die Beobachter schon bemüht die Atmosphäre nicht allzu stressig zu gestalten. Möglicherweise wollten sie auch durch ihre lässige Sitzweise ein wenig entkrampfend auf uns Bewerber wirken. Meine Anspannung war vor allem am Anfang sehr groß, doch da trifft man schon auf ein gewisses Verständnis bei den Assessoren.

Auswahltag bei der Deutschen Bahn

Luftschiffe im Weltraum

Am leichtesten lernt man von anderen. Teilnehmer schildern Ihre Erfahrungen und berichten von Ihrem Assessment Center

Bericht lesen

Die erste Gruppendiskussion

Nach kurzem Vorgeplänkel kam es dann mit einer Selbstvorstellung zur Sache. Hier ging es darum ganz kurz seine Person und den beruflichen Hintergrund vorzustellen. Da es mehrere Standorte zu wählen gab, sollte man hier gleich noch seinen Favoriten preisgeben. Anschließend bedankt sich der Moderator und leitet über zur nächsten Aufgabe. Hier erwartete uns eine Gruppendiskussionsaufgabe mit prekärem Inhalt. Es ging sinngemäß darum, zu entscheiden, was mit dem Geld aus einem Förderungsfonds für strukturelle Entwicklung für 6 fiktive afrikanische Länder am besten anzufangen sei. Dabei gab es jedoch nur 4 Projekte die letztlich als finanziell realisierbar aufgeführt waren. Nun sollte die Gruppe anhand einer Ländertabelle entscheiden welches Projekt, wo am besten aufgehoben wäre. In der Ländertabelle wurden u.a. Angaben gemacht zu Bevölkerungsanzahl, Arbeitslosenquote und Stimmung in der Gesellschaft.

Die Herausforderung sollte in einem zeitlichen Rahmen von ca. 20 Min. bewältigt sein und dann gemeinsam präsentiert werden. Auf mich wirkten diese ganzen Daten ziemlich gewaltig und ich hatte es schwer, überhaupt ins Thema hineinzufinden. Ich konnte letztlich jedoch 2 Länder von vornherein ausschließen, da diese eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit und hohe Zufriedenheit in der Gesellschaft aufwiesen. Nach anfänglichen zögern kam die Gruppe dann recht schnell ins Gespräch. Die Tatsache, dass 10 Mann zu einem Thema reden sollen, stellte einige Personen (darunter auch mich) schnell in den Hintergrund. Gerade einer meldete sich besonders häufig zu Wort und ließ eine Art Dialog entstehen.

Das Problem für mich war, dass ich schon etwas sagen wollte, jedoch nicht zum Zuge kam, da andere erbarmungslos schneller, lauter, oder ohne Pause ständig redeten. Ich sah kaum eine Chance und als etwas zurückhaltender Mensch (dagegen ist ja auch aus strategischer Sicht nichts einzuwenden) habe ich sicher die anderen zu sehr gewähren lassen. Alles was ich dazu beitragen konnte war der offen gestellte Vorschlag: Ich weiß nicht wie es euch geht aber mich erschlagen die vielen Daten - vielleicht ist es sinnvoll sich zunächst mit den Projekten zu beschäftigen und zu analysieren, was diese für Vorteile am Standort schaffen würden und dies dann mit den Ländern zu vergleichen.

Die Antwort vom Vielsprecher war, dass wir nicht die Zeit dazu hätten, woraufhin der nächste einsprang und seine Argumente einbrachte. Es gab jedoch auch Personen in der Runde, die überhaupt nicht zu Wort kamen und einfach nur Anwesenheit zeigten. Ich für meinen Teil habe immer wieder versucht zu Wort zu kommen, habe mich aber dann (frustriert) zurückgezogen und gespannt zugehört.

Auch was die Fähigkeit des Zuhörens und dem Gesprächspartner Achtung zu schenken anbetraf, waren wohl die meisten meiner Mitbewerber nicht vorbereitet. Also zumindest in diesem Bereich konnte ich hoffentlich punkten. Am Ende hat man sich auch darauf geeinigt die 2 (auch von mir aussortierten) Länder außen vor zu lassen. Die erarbeitete Reihenfolge wurde dann von 2 Kandidaten offen gelegt und begründet. Letztlich zeigten nur wenige Mitbewerber - aus meiner Sicht - richtiges Gruppenverhalten und haben versucht auch offene Fragen an die Gruppe zu richten um alle mit einzubeziehen. Das größte Problem für mich war die verhältnismäßig große Gruppe von Menschen und die Tatsache, dass man nicht zu Wort kam, wenn man nicht explizit sekundengenau den richtigen Zeitpunkt nach Beendigung einer Aussage eines Gruppenpartners erwischt hatte. Ich zweifle an dem Sinn einer solchen Aufgabe.


Kurzvortrag

Bei der nächsten Aufgabe denke ich, habe ich ganz gut abgeschnitten. Hierbei handelte es sich um eine Stegreifrede. Verschiedene Themen standen zur Auswahl, die Vortragszeit betrug 4 Minuten. Da es möglich war über seine Hobbys zu berichten, entschied ich mich dafür. Aus meiner Sicht haben sich hier die meisten Kandidaten dicke Minuspunkte erarbeitet. Viele wählten auch dieses Thema, kamen aber dann bereits nach 2 Minuten zum Ende. Vom Moderator darauf angesprochen, sagten sie, mit dem Thema durch zu sein und nahmen wieder Platz. Keiner von ihnen hielt es für notwendig sich am Ende, bei den Zuhörern zu bedanken.

Außerdem war das Thema Politik des öfteren vertreten und einige Bewerber brachten dann ihre Einstellung zu wirklich brisanten Themen zum Ausdruck. Ich entschied mich bei dieser Runde für das Thema Auslandsaufenthalt. Hier konnte ich auf viele verschiedene Erfahrungen, die ich bereits gemacht habe, zurückgreifen. Teilweise hatten viele Vortragende heftige Probleme mit ihrer Ausdrucksweise wie etwa dem berühmt berüchtigten -ÄHM-.


Pro- und Kontra Argumentation

Kurz darauf folgte eine weitere Gruppenaufgabe. Dabei ging es nun darum als Tischgruppe von fünf Mann gegen die andere Tischgruppe in Konkurrenz zu treten. Die eine Gruppe sollte sich für die Verwendung einer Internetplatform wie facebook oder twitter aussprechen und die andere natürlich dagegen. Im Prinzip handelte es sich um eine klassische Pro- und Kontra Argumentation. Nach kurzer Bearbeitungszeit von 10 Minuten sollte sich dann auch noch ein Konfliktgespräch von 20 Minuten anschließen. Während der Vorbereitung im 5er Team fiel mir die Kommunikation deutlich leichter, die Beobachter hatten jedoch zu diesem Zeitpunkt den Raum verlassen. Das anschließende Streitgespräch verlief dann im Prinzip genau wie das erste Gruppengespräch. Mehr als einen Satz konnte ich auch bei dieser Runde nicht präsentieren, da ich immer wieder abrupt einlenken musste um mich nicht aufzudrängen, oder selbst in den Beitrag anderer rein zu quatschen.

Das bedeutete für mich wieder mehr nur zuhören und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Insgesamt gesehen verlief die ganze Geschichte wie in einem klassischen Schlagabtausch. Die eine Gruppe bringt ein Argument hervor und die Andere versucht möglichst darauf einzugehen und Gegenargumente zu finden. Es lief also wiederum auf eine große Gruppenrunde hinaus, in der es für mich und einige andere sehr schwer war den eigenen Standpunkt zu vertreten, weil sich eine ganze Reihe von Teilnehmern sehr stark in den Vordergrund spielte ohne jede Rücksicht auf Verluste.


Offene Fragerunde

Anschließend folgten Infos zum Studium und einem möglichen Einsatz als Ingenieur sowie eine offene Fragerunde. Dazu erzählte ein entsprechend ausgebildeter Siemens-Ingenieur, was die Ausbildungsinhalte sind und wie die Firma den Studenten unterstützt, aber auch was sich Siemens von ihm dafür erhofft. Hier ging ganz eindeutig hervor, dass man (ca. 200.000 EUR) verständlicherweise nicht umsonst investieren möchte. Das bedeutet, man möchte den Studenten für das Fach und Siemens begeistern. So erhofft man sich auch langfristig eine Zusammenarbeit mit dem Absolventen.

Für mich gestaltete sich das Ganze etwas unvorbereitet. Man hat uns zwar gesagt, um welchen Studiengang es sich handelt, doch wird hier ein ganz spezieller Aufgabenbereich aus dem breiten Spektrum verlangt. Wenn man sich also allgemein informiert, welche Möglichkeiten man bei Siemens mit dem Studiengang hat, tappt man leicht in eine Falle. So konnte ich mir z.B. vorstellen im Bereich Gebäudeautomation (Lichtsteuerung usw.) tätig zu werden. Gesucht wurden jedoch Fachleute im Bereich Energiemanagement (Einsparung im Gebäudeverbrauch).

Eine weiteres Problem für mich war die Annahme (und die ist durchaus berechtigt), dass man den Absolventen auch international einsetzen möchte und so habe ich mich auch in diese Richtung versucht zu präsentieren. Nun musste ich erfahren, dass sich Siemens in jedem Land der Welt selbst verwaltet und organisiert. Dann ist es natürlich nicht gerade erwünscht, die so teuer ausgebildete Fachkraft eventuell an eine andere Niederlassung zu verlieren. Denn auch das Kostenmanagement wird selbst verwaltet.


Abschliessendes Einzelgespräch (vor allen Beobachtern)

Ich denke, im Prinzip waren die Würfel bereits schon gefallen. Trotzdem ließ man jeden Bewerber an einem Einzelgespräch teilnehmen. Nur das Zeitbudget war dann doch ein deutliches Zeichen. Bei manchem ging es sehr schnell, bei anderen dauerte es ziemlich lange.

Hier die Fragen, an die ich mich erinnern kann:

  • Wie habe ich mich aufs AC vorbereitet? Lief es so, wie ich es mir vorgestellt hatte?
  • Wie kann ich Praxis- und Studienort organisieren?
  • Wie habe ich mich über Siemens informiert?
  • Wo/wie stelle ich mir vor später einmal zu arbeiten?

Mein Fazit

Ich glaube schon, dass ich mit Hilfe verschiedener Lektüre ziemlich gut vorbereitet gewesen bin. Aber letztlich geht eben nichts über eine entsprechende Praxiserfahrung. Außerdem hatte ich einen längeren Anreiseweg und auch die Nacht zuvor viel zu wenig geschlafen. So war ich dann im Auswahlverfahren ziemlich müde und das schlägt sich natürlich auch negativ nieder. Da bleiben einem nur die positiven Erfahrungswerte, die einem keiner mehr nehmen kann!




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